Thermische Anwendungen

Thermische Anwendungen

Thermische Anwendungen in der Ergotherapie-Behandlung umfassen Temperaturbereiche von Kälte bis Hitze. Kälteanwendungen reichen von Minusgraden bis zu 18 °C, während Wärmeanwendungen Temperaturen zwischen 20 und 40 °C umfassen. Für spezifische Therapieziele können auch Hitzeanwendungen mit Temperaturen von 44 bis 55 °C verwendet werden. Bei Paraffinbädern, kann sogar mit bis zu 60 °C gearbeitet werden.

Thermische Anwendungen von Kälte und Wärme

Die Anwendungsbereiche thermischer Behandlungen in der Ergotherapie sind vielfältig. Kälte kann beispielsweise den Abbau von Entzündungen und Schwellungen fördern. Zudem kann sie dazu dienen, Narbengewebe zu desensibilisieren und die Flexibilität der Haut zu fördern. Wärmende Anwendungen dienen beispielsweise zur Vorbereitung auf Beweglichkeit, ebenso eine schmerzlindernde Wirkung, fördern die Aktivierung von Lymphgefäßen und unterstützen die Desensibilisierung von betroffenen Körperregionen.

Nutzung verschiedener Applikationsmittel für thermische Anwendungen

In der Ergotherapie werden verschiedene Applikationsmittel für thermische Anwendungen genutzt. Dazu gehören:

  • Kühl- und Wärmegele
  • Eis- und Kühlpads
  • Körnerkissen
  • Materialbäder, z.B. Kirschkern- oder TheraBeans-Bäder, Paraffinbäder

Wahl der richtigen Temperatur

Die Wahl der richtigen Temperatur ist entscheidend und hängt oft von den spezifischen Anwendungsbereichen ab. Bei Entzündungen beispielsweise kann eine zu hohe Temperatur kontraproduktiv sein und die Situation verschlimmern. Deshalb ist es wichtig, die Temperaturen entsprechend dem jeweiligen Krankheitsbild und den Therapiezielen anzupassen.

Typische Krankheitsbilder

Thermische Anwendungen finden in der Ergotherapie bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern Anwendung. Sie werden eingesetzt, um Schwellungen zu reduzieren und den Heilungsprozess nach Prellungen oder Operationen zu unterstützen. Bei chronischen Erkrankungen wie Rheuma oder Arthrose können thermische Anwendungen Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern. Auch bei neurologischen Krankheitsbildern wie einem Schlaganfall (Apoplex) oder Nervenläsionen können thermische Therapien dazu beitragen, die Durchblutung zu verbessern und die Funktion der betroffenen Extremitäten zu fördern.

Insgesamt sind thermische Anwendungen in der Ergotherapie ein wirkungsvolles Instrument, um die Rehabilitation zu unterstützen, Schmerzen zu lindern und die Funktionalität der oberen und unteren Extremitäten zu verbessern. Die gezielte Anpassung der Temperaturbereiche und Applikationsmittel ermöglicht es Ergotherapeuten, individuell auf die Bedürfnisse und Herausforderungen ihrer Patienten einzugehen.

Wir beraten Sie gerne! 

Wenn Sie mehr über Thermische Anwendungen und ihren Einsatz erfahren möchten oder eine persönliche Beratung wünschen, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. 

Sie können uns telefonisch unter 0331 273 44 64 erreichen, schicken Sie uns eine E-Mail an info@ergotherapie-potsdam.de oder nutzen Sie unser Online-Anfrageformular.

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